Freitag, 19. August 2016

Hochsommerkleider

Der Urlaub ist lange vorbei, das Arbeitsleben hat mich wieder fest im Griff und bevor ich nun das Passwort für den Blog ganz vergesse, möchte ich jetzt mal die extra für den Urlaub genähten Kleider verbloggen.

Wir waren in Slowenien und mit Ausblick auf wirkliche Sommertemperaturen habe ich mir zwei luftige Kleider genäht. Eigentlich war der Plan, diese Kleider auch im August hier noch tragen zu können aber der August hält nichts von meinen Plänen.


Die Kleider sollten luftig sein, koffertauglich und trotzdem angezogen. Der Drang vieler Menschen im Urlaub nur unzureichend bekleidet durch Städte zu spazieren ist nicht Meiner.
Kleid Nummer eins ist ein Schnitt aus einer alten Patrones, eigentlich für Webstoffe aber der geht auch für Jersey.


Aus der Patrones habe ich noch nie ein Kleid genäht und ganz kühn habe ich mich für die spanische Größe 40 entschieden. Es hat geklappt, die Unterbrustnaht ist da wo sie hingehört, die Abnäher sitzen an der richtigen Stelle und die Taille auch. Die einzige Änderung sieht man oben im Bild, die Armausschnitte waren wirklich enorm und mussten verkleinert werden.


Erst noch mal den Staub abwischen. Meine Angewohnheit die Handtasche überall abzustellen und dann wieder über die Schulter zu werfen ist im staubigen Süden sehr unpraktisch.


Jetzt noch mal ordentlich.


Mit Eis in der Hand und schnellen Schrittes in den Schatten flüchtend.


Fazit, ein schönes Kleid und es lässt sich bei Bedarf sicher auch zum Partykleid aufmotzen, irgendwann im nächsten Sommer, der sicher sehr warm wird.


Das Kleid Nummer zwei ist Marke Eigenbau. Den Rockteil habe ich von Kleid Nummer eins gleich noch mal verwendet und das Oberteil habe ich aus dem Unterkleidschnitt Burda 6964 gebastelt.
Einfach die Träger beim Zuschneiden weggeklappt und dann die obere Kante versäubert und einen Tunnel genäht. Die Träger sind nur ein gerollsaumter Streifen Stoff.


Die Länge der Träger habe ich bei der Anprobe festgelegt und mich gefreut, dass sie so ziemlich genau über den BH Trägern sitzen. Sehr ärgerlich, dass diese Kleider nun im Schrank hängen. ich Frostbeule brauche schon sehr viel Wärme für diese Art Kleid.


Kein Bild mit Kleid aber dafür  mit Katze, Katzenkorb mal anders.

Ein wunderschönes Wochenende für euch.
Sylvia

Mittwoch, 6. Juli 2016

MMM

Bevor ich jetzt im Urlaubsmodus verschwinde, mache ich doch noch mal beim MMM mit.





In Sachsen sind ja schon Ferien und so durfte ich gestern mit der Tochter shoppen gehen und anschließend ins Kino. Bequem und praktisch dazu die Jeans Ginger mit Streifenshirt. Der Schnitt wurde ja schon viel gelobt und auch ich war und bin immer noch schwer begeistert. Auch nach dem dritten Tag sitzt die Hose noch gut und muss nicht in der Taille mit einem Gürtel festgezogen werden.


Eine Jeans mit roten Steppnähten habe ich mir schon lange gewünscht und jetzt kann ich mir so viele nähen wie ich will. Die Steppnähte sind noch ausbaufähig, ich habe sehr mit der Maschine und verschiedenen Varianten probieren müssen. Die besten Ergebnisse habe ich erziehlt, wenn der Oberfaden Jeansgarn ist und der Unterfaden normales Garn. Die Parallelität der Nähte im Bereich der Rundungen ist noch nicht ganz perfekt.


Die Jeans haben alle buntes Taschenfutter bekommen, eine gute Gelegenheit mal die Reste diverser Kindergeburtstagsgeschenke zu verbrauchen.


Ich verabschiede mich hiermit in die Urlaubspause. Euch allen eine schöne Zeit und da wir in diesem Jahr Richtung Süden fahren, gibt es im August hier sicher noch das eine oder andere schöne Urlaubsfoto zu sehen, mit den neuen Hochsommerkleidern die ich noch schnell genäht habe. Ich werde jetzt in der Wollkiste wühlen und schauen welches Garn sich auch mit schwitzigen Händen verstricken lässt.

Die eine oder andere Inspiration für die Urlaubsgarderobe findet ihr hier.

Einen schönen Mittwoch für euch.
Sylvia

Sonntag, 26. Juni 2016

Sommer-Rock-Finale

Meike und Lucy präsentieren heute ihre fertigen Röcke und ich habe gestern die letzten Sonnenstrahlen für Fotos genutzt und kann mitmachen.


Der Kirschenrock, luftig, leicht ungefüttert und mit Gummizugbund, perfekt für die Temperaturen gestern. Ich ahne mittlerweile wie die Oberteilschwäche entsteht, ich habe sehr viele Shirts aus dem Schrank dazu anprobiert, gut waren einige aber so ganz perfekt keins. Sybille trägt hier die Kombination Gummizugrock mit kurzem Sweater und ich dachte, so geht das also.


Ich habe dem Rock schnell noch zwei Shirts genäht, kurz und mit Bund, so gefällt mir das.


Charlotte, genäht in Größe 40 passt. Ich habe die mittlere Länge genäht und der Rock endet über dem Knie. Mehr gibt es zu dem Schnitt nicht zu sagen, es ist eben ein Bahnenrock mit aufgesetzten Taschen. Da der Rock sehr gut passt, werde ich wohl mal probieren die seitliche Bahn zu teilen und die Tasche unsichtbarer machen, ich denke das gefällt mir noch besser, aber die Idee hat Zeit bis zum Herbst. Der Wunsch Röcke zu nähen, zu denen meine kurzen Strickjacken passen, hat sich erfüllt, auch wenn ich sie gestern nicht benötigt habe.

Die anderen Finalistinnen findet ihr hier.

Einen schönen Sonntag für euch.
Sylvia

Mittwoch, 22. Juni 2016

MMM



Ich beginne heute mal mit einem Vorher- Nachher - Bild. Links im Bild , das schwarze Wickelkleid im letzten Sommer, kurz nachdem es genäht wurde. Rechts im Bild , das Kleid heute.
Es ist gewachsen und der ursprünglich haltbare Wickelausschnitt klafft nun auf. Der Stoff des Kleides ist Viskose, nicht gewebt sondern gestrickt, also wie ein Jersey aber ohne Elastan. Eigentlich ein schöner Stoff, leicht und weich und nicht zu warm aber nie wieder, Kleider die wachsen will ich nicht.


Da dieses Kleid mein einziges richtiges Wickelkleid ist, will ich mich eigentlich nicht davon trennen. Ich habe mir also ein Unterkleid dazu genäht, welches im oberen Bereich aus dem Rest Jersey, des Kirschenshirts besteht. Da kann das Unterkleid aus dem Ausschnitt blitzen ohne dass es nach Unterwäsche aussieht. Im unteren Bereich besteht das Unterkleid aus dem üblichen Microfaserelastanunterkleiderzeugs.


Ausschnitt und Träger sind mit Wäschegummi genäht, der Schnitt ist der Übliche.


Mal schauen, wenn sich die Kombination bewährt, dann kürze ich das Kleid noch, wenn nicht, dann nähe ich mir das Kleid noch mal aus Jersey.


Von hinten sieht das Kleid noch sehr gut aus und man kann die Wichtigkeit eines Unterkleides erkennen, das Kleid fällt abdruckfei über das Hinterteil, obwohl der Stoff sehr dünn ist.

Gastbloggerin Tina tanzt heute vor und zeigt schon mal schöne Einblicke in die Urlaubsgarderobe, die anderen Frauen findet ihr hier.

Einen sonnigen Mittwoch für euch.
Sylvia




Sonntag, 19. Juni 2016

Sommerrock - Saum, Taschen und Bund

Meike  und Lucy zeigen uns heute, welche verschiedenen Arten von Taschen und Säumen so ein Rock haben kann.
Zwei Beispiele kann ich beisteuern.


Der Kirschenrock hat Seitennahttaschen, bzw. in meinem Fall nur eine Tasche, wegen Unkonzentriertheit am Bügelbrett. Die Tasche sitzt nicht genau auf der Naht, sondern ein Stück weiter innen, dann noch auf die Nahtzugabe steppen und der Futterstoff wälzt sich nicht heraus.


Die Tasche wird oben mit an den Bund genäht, das gefällt mir sehr gut und ich habe es schon für zukünftige Röcke abgespeichert. So schlackert die Tasche nicht haltlos im Kleidungsstück und klappt auch nicht nach hinten.


Der Saum ist ganz pragmatisch versäubert, umgeklappt , gebügelt und festgenäht.


Das sieht von vorn dann so aus und wie ich gerade bei Lucy lesen durfte, ist das dann der hingepfuschte Saum.


Charlotte hat auch Taschen und ich kann sagen , ich gehöre eindeutig zur Fraktion, Taschen müssen sein. Ich habe die Taschen hier allerdings verändert. Im Schnittmuster werden die Taschen extra aufgesteppt, da war ich jetzt mal zu faul. Ich habe die Tasche rechts und links etwas verbreitert und sie mit in den Nähten eingefasst.


Noch so ein hingepfuschter Saum. Ich muss gestehen, ich kann das mit dem Blindstich gar nicht, das sieht furchtbar aus bei mir und mit gefällt es auch nicht , wenn man die Stiche als Punkte auf der Vorderseite sieht, weil gleichmäßig geht anders aber die anderen Vorschläge von Lucy werde ich mir mal genauer anschauen.


Ich habe meinen ersten nahtverdeckten Reißverschluss eingenäht und es war nicht schlimm. Wie man rechts im Bild sieht hat der Bund einen leichten Versatz, ich bin mal milde gewesen und habe es so gelassen.


Charlotte ist innen Bunt, für die inneren Teile des Bundes, nehme ich ja gern Stoffreste..
Charlotte passt und gefällt mir aber die Bilder gibt es dann erst nächste Woche.

Die Zwischenstände der Rocknäherinnen finden sich hier .

Einen schönen Sonntag für euch, gern mit ganz viel Sonne für alle.

Sylvia

Sonntag, 12. Juni 2016

Sommerrockexperiment

Sybille erfreut uns heute mit einem Tutorial für einen einfachen und schnellen Rock, ein wunderbares Projekt und sehr gut geeignet als Einstieg in die Bekleidungsnäherei.
Die Ankündigung hat mich auf eine Idee gebracht, die heute mal einschiebe. Charlotte ist nicht in Gefahr, das Probeteil war ein Erfolg und der Rock kommt noch.


Der Kirschenstoff fiel ja schon zum letzten Termin auf und ich muss sagen , ich finde den auch sehr schön aber es ist eine eher dünne Baumwolle. So nach und nach entwickelte sich in meinem Kopf die Idee, ich könnte ja mal etwas ganz anderes probieren und einen Rock mit Gummizug und vielen Falten in der Taille probieren. Sehr gewagt, so etwas besitze ich bisher nicht und ich kann auch nicht abschätzen, wie das an mir aussieht.


Einen Schnitt habe ich in der Fashion Style 5/2015 gefunden, wobei ich das gezeigte Modell sehr hässlich finde. Wie üblich habe ich dann erst mal meine Umgebung mit der Idee genervt, um an den entsetzten Gesichtern abschätzen zu können, wie blöd die Idee genau ist. Das Ergebnis der Nerverei war uneindeutig, so muss ich es also probieren.


Ich habe den Schnitt kopiert und den Stoff gebügelt und los ging es. Die Knopfleiste habe ich weggelassen und den Bund höher gemacht.


Der Rock hat nur eine Tasche, da das Bügeleisen noch auf Baumwolle gestellt war und der Futterstoff sofort geschmolzen ist. Ich denke mal über Hirnleistungstraining nach.


Zwischendurch gab es Besuch vom neuen Nachbarn, der den zugemüllten Fußboden sehr interessant fand.


Ihr seht hier den Rock in Originallänge, also ohne Saumzugabe, so lang wäre er theoretisch nach dem Säumen. Ich bin dann mal im Stall, die Kühe müssen gemolken werden. So geht das gar nicht, der Rock ist mir viel zu lang.


Ich habe da mal was abgesteckt und nach den Fotos auch gleich abgeschnitten. Der Rock ist fertig, die Bilder bleibe ich erst mal schuldig, da wir gestern noch eingeladen waren.
Es ist auf alle Fälle ein sehr einfacher und schneller Rock, ich habe so zwei Stunden gebraucht, mit bügeln, zuschneiden, nähen, überlegen, Kater bespielen. Der Rock und ich, wir freunden uns jetzt mal langsam an, das Shirt mit den Puffärmeln passt schon mal nicht dazu, das ist mir für mich zu niedlich aber schwarze Shirts habe ich ja ausreichend. Ich finde das Faltengebirge in der Körpermitte nicht so schlimm, wie gedacht und der Rock bekommt eine Chance. Sollte ich mich nicht an den Rock gewöhnen, die Schnittteile von Norma passen locker auf die Teile, das habe ich vorher schon mal überprüft, sicher ist sicher.

Neben dem Tutorial findet ihr natürlich auch die weiteren Zwischenstände hier.

Einen schönen Sonntag für euch.
Sylvia


Mittwoch, 8. Juni 2016

MMM

So schön viel Sonne, da kann man auch am späten Nachmittag der Tochter die Kamera in die Hand drücken und schnell ein paar Fotos machen.


Die Pupertista wird anspruchsvoll als Fotografin, da kommt jetzt die Ansage: " Mama du musst cool dastehen. "

 Äh, so?


Die Nachbarin läuft vorbei und ruft: " Schultern zurück. " Bitteschön.


Fertig mit lachen und nun zur Bekleidung. Das ist Ginger in der Version B , als Caprihose. Die Hose endet eigentlich auf der Wade aber da fehlt so ein halber Zentimeter in der Weite damit sie gut über die Wade rutscht. So bleibt sie da immer hängen und staucht dann , also wird die Hose ein Stück aufgekrempelt. Das Shirt ist Onion 5035 und wurde hier von mir schon mal gezeigt. Mittlerweile gibt es den Schnitt auch wieder zu kaufen, was ich gut finde. Das war einer meiner ersten Onion Schnitte und ich habe alle Varianten genäht und bin zufrieden. Der Stoff ist ein Coupon vom Stoffmarkt und lässt mich wieder mal ratlos zurück, was die Qualität im Verhältnis zum Preis aussagt. Nach über drei Jahren ist der Stoff noch tadellos und wenn das Shirt aussortiert wird, dann sicher wegen Transpirationsschäden am Armloch und nicht wegen Pilling.
Genäht habe ich Variante F ohne Ärmel. Die Schluppe ist eigentlich angeschnitten, was aber nicht funktioniert hat. Viel zu breit und zu kurz, sah es aus, als würde ein trauriger Hase an meinem Hals hängen. Die Schluppe wurde also abgesäbelt und durch eine Schleife ersetzt, das Ergebnis ist ein gern getragenes Shirt und ich frage mich gerade, warum ich davon nicht noch mehr besitze.

Lucy heute ganz in Prada und die anderen Mitnäherinnen finden sich hier.

Einen sonnigen Tag euch allen.
Sylvia