Sonntag, 28. Februar 2016

Tuch mit Brot und Butter

Heute gibt es wieder einen doppelten Bericht und ich fange mal mit den Tüchern an, weil Finale ist.
Liebe Monika, vielen Dank, das war eine sehr gute Idee und für mich der Einstieg in eine wunderbare neue Sucht. Auch das zweite Tuch ist fertig geworden, vor allem Dank des Urlaubes und ich war dann zum Glück am Abend doch nicht so schlimm müde. Noch am ersten Abend war ich so schön fertig, dass ich dachte, ich stricke hier gar nichts.


Nach den ersten Zentimetern war ich mir nicht mehr sicher, ob meine Entscheidung für ein Farbverlaufsgarn dann doch zu gewagt war. Ich fand, das sah ein wenig wie eine schlecht gefärbte Latzhose aus den Anfängen der neunziger Jahre aus. Zum Glück hat sich das Tuch aber positiv entwickelt.


Hier die Anleitung, welche sehr einfach ist und wie man auf dem Foto sieht , sind auch die Übergänge zum Musterrand sehr gut berechnet, so was gefällt mir.


Ich habe zum ersten Mal ein Tuch gespannt und war sehr froh, dass der Mann eine reichliche Auswahl an riesigen Saunahandtüchern besitzt. Das Tuch besitzt eine Flügelspannweite von einem Meter achtzig und lässt sich so problemlos mehrfach um den Hals wickeln.


Der Farbverlauf hat sich noch gut entwickelt und das Tuch passt zu vielen Sachen aus dem Schrank.
Es wird wohl auch nicht das letzte seiner Art sein, schon weil es eine Wonne war das Gemisch aus Wolle und Seide zu verstricken und ich mir dieses Garn für eine Jacke eher nicht vorstellen kann.

Die fertigen Tücher und ihre zufriedenen Besitzerinnen kann man sich bei Monika anschauen und wer noch nicht angesteckt wurde, wird es beim Anblick der schönen Tücher ganz sicher.


Das Überleitungsbild, Frau mit Tuch und Brot und Butter Rock, wobei das Bild ein wenig geschwindelt ist, angezogen war ich gestern Abend genau so aber an dem Tuch müssen noch die Fäden vernäht werden und es musste zu Hause bleiben. Prinzipiell würde es aber dazu passen.

Bei Siebenhundertsachen ist heute der Zwischenstand der Brot und Butter Näherinnen.


Zwei Röcke sind fertig, beide nach dem Schnitt Norma aus der Ottobre, der von mir noch Taschen bekommen hat. Für den schwarzen Rock musste ich doch noch einen Meter Stoff kaufen, da im Schrank nichts geeignetes war, entweder stimmte die vorhandenen Stoffmenge nicht oder der Stoff war mir für einen Rock zu knitterig.
Ja, das sind nun zwei Röcke nach einem Schnitt und theoretisch müssten beide gleich gut passen, wenn das das Problem mit dem Material nicht wäre.
Der graue Rock, ein Wollstoff unklarer Zusammensetzung, der extrem kratzt und sich nur mit Gewalt bügeln lässt und der fertige Rock ist ein Sahnestück erster Güte.


Genau so war ich gestern Abend zum Essen bei Freunden und drei Gänge haben noch mühelos Platz und auch das anschließende Lümmeln auf der Couch bei Wein und Schokolade hat der Rock fast knitterfrei überstanden. Dagegen der schwarze Rock, ein wundervoller weicher Stoff aus Wolle und Viskose, der sich hervorragend bügeln lässt aber er ist mir ein Stück zu weit und rutscht auf die Hüfte. Nun kann man sicher auch Rock auf der Hüfte tragen, nur meine Hüfte ist schief und das sieht man dann besonders gut.


Der schwarze Stoff ist sehr weich, den Beleg habe ich schon mal vorsichtshalber aus Baumwollstoff gemacht und auch mit einer festen Einlage bebügelt und trotzdem ist der Bund zu weit, da muss ich noch mal nachdenken, wie ich den Rock retten kann.


Ein wenig dunkel aber der graue Rock ist schön von allen Seiten. So, nun fehlt bei mir noch die Jeans, Ginger, ich komme.

Die Erfolge der Mitnäherinnen könnt ihr hier nachlesen. Dankeschön an Siebenhundertsachen, ich finde die Idee sich mal mit den Lücken im Schrank auseinanderzusetzen hervorragend.

Einen schönen und entspanten Sonntag für euch.
Sylvia

Mittwoch, 24. Februar 2016

MMM

Heute gibt es den Post von letzte Woche, da habe ich endlich mal schöne Fotos mit Meer im Hintergrund und dann konnte ich Mittwochs nicht bloggen, weil die Internetverbindung sehr
wankelmütig war.


Ich habe den roten Mantel im Wind getestet. In Sachsen Städten pfeift der ja sehr moderat und
so konnte ich noch nie ausprobieren ob sich der Kampf mit der angeblich winddichten Zwischenlage wirklich gelohnt hat.


Der Kampf hat sich so was von gelohnt und egal wie ich hier geschimpft habe, ich würde dann doch jederzeit wieder eine Zwischenlage verarbeiten. Noch ist es aber nicht notwendig, der Mantel ist nun über zwei Jahre alt und immer noch tadellos in Form. Der Stoff war ja vom Maybachufer und so ganz genau weiß man da ja nie wie die Zusammensetzung ist. Ich kann nach der Zeit aber sicher sagen, für acht Euro den Meter und so wie der Stoff immer noch aussieht, war das ein Superschnäppchen.


Urlaub ist ja auch immer die Gelegenheit für seltsame Touristenfotos und wer genauer Informationen zu dem Schnitt möchte, der folge dem Link vor geschimpft.

Weiter schöne Inspirationen findet man auf dem MMM Blog, wo uns heute Meike anstrahlt.

Einen wunderschönen Abend für euch.
Slvia

Sonntag, 21. Februar 2016

Air

Wie ich hier schon angekündigt hatte, die Lust gleich noch eine sehr lange Jacke zu stricken war sehr groß und so habe ich es einfach getan. Ich habe die Air bei Lanade bestellt, in der Farbe Schwarz, die in echt eher ein sehr dunkles Grau ist. Mit einer Lauflänge von 150 Meteren auf 50 Gramm, schien sie mir sehr geeignet für eine lange und doch leichte Jacke. Bestellt habe ich 750 Gramm und verstrickt 550 Gramm, was für eine lange Jacke sehr wenig ist.


Ich bin sehr begeistert von der Wolle, die ist unglaublich kuschelig und ich hoffe, sie bildet
nur sehr moderat Unterarmfusselmäuse. Die Wolle hat die typischen Eigenschaften eines Alpacagarns, ein wenig schlaff und substanzlos und für Zöpfe oder Strukturmuster sicher
nicht geeignet aber dafür eben sehr schmuseweich.


Der obere Teil ist nach einer leider nicht mehr erhältlichen Anleitung von Stoff und Stil gestrickt 
und ab der Taille dann wie üblich nach eigenen Vorstellungen.


Die Zunahmen im oberen Bereich sind an der Jacke kaum zu erkennen und ich finde es wirklich schade, dass es die Anleitung gar nicht mehr gibt, wo doch da jemand so gut die Zunahmen
berechnet hat.


Da, wo ich denke, dass da meine Taille ist, habe ich jede fünfte Masche verdoppelt und dann 
einfach immer wenn ein neues Knäul dran war, weiter jede zehnte Masche verdoppelt, so dass die Jacke nach unten immer weiter wird. Das war mehr so ein Experiment und es hat sehr gut geklappt. Den Saum hätte ich mal extra fotografieren müssen, der ist umgeklappt und mit Handstichen festgenäht. Die Umbruchkante ist einfach eine Rückreihe in rechts gestrickt, da lässt sich der Saum schön umklappen.


Auf eine Blende habe ich verzichtet, weil die doch irgendwie immer das Strickstück leicht 
verzieht. Die vorderen Kanten sind umhäkelt und für die Knöpfe habe ich kleine Schlaufen 
gemacht, so weit reichen meine Künste an der Häkelnadel gerade so. 

Einen wunderschönen Sonntag noch.
Sylvia

Wie sieht es denn an der Frühlingsjäckchenfront aus, haben alle den Schrank schon voll, habe ich wie so oft was verpasst? Also nur so als Frage, falls es wieder einen Knit Along gibt, ich würde mich freuen. Sollten alle Organisatorinnen dieser wunderbaren Aktion gerade im Stress versinken dann ist das bedauerlich aber natürlich auch in Ordnung, also nicht der Stress aber wenn die Aktion ausfällt.

Sonntag, 14. Februar 2016

Summer Shawl Knit Along - 3. Treffen

Das dritte Treffen der Tücherstrickerinnen findet heute bei Monika statt und ich habe es geschafft, das Tuch ist fertig und mit im Urlaubskoffer.


Der verzweifelte und misslungene Versuch das Tuch in hübsch zu fotografieren. Es ist ein bisschen windig an der Ostsee und ich habe natürlich weder Klammern noch sonstiges eingepackt, um das Tuch zu befestigen.


Ich würde sagen, bei mir ist das Tuch ein Stück länger geworden als in der Anleitung vorgegeben, weil die Maschenprobe nicht ganz gestimmt hat. Wie man sehen kann rollen sich die Ränder ein,
was nicht auffällt, wenn das Tuch am Hals ist. Trotzdem an dieser Stelle mal die Frage an die erfahrenen Tücherstrickerinnen, muss man das hinnehmen oder kann ich da noch was tun ?


Das Tuch wird nicht allein bleiben, Wolle für das Nächste ist besorgt. Eine Mischung aus 65% Schurwolle und 35% Seide, gekauft in einem sehr schönen Dresdner Wollladen, den man auf gar keinen Fall mit leerem Geldbeutel betreten sollte. Mit dieser Wolle habe ich meine Komfortzone sehr weit verlassen, es ist ein Garn mit Farbverlauf und die kommen für mich eigentlich nicht in Frage.
Uneigentlich hat mich die anthrazitlilagraue Mischung aber sehr angesprochen. Da das Garn sehr dünn ist wird es wohl ein Sommertuch werden und es wird sicher nicht bis Ende Februar fertig.

Weitere Zwischenstände findet ihr hier und einen sehr lecker aussehenden Eierlikörkuchen gibt es auch noch zu sehen.

Einen schönen Sonntag für euch.
Sylvia

Mittwoch, 10. Februar 2016

MMM

Ganz spontan und weil ich gerade Karin im Pannesamtkleid entdeckt habe, mache ich da doch gleich mal mit. Fotos habe ich gestern zwar geschossen aber so müde wie ich bin, wollte ich den Mittwoch ausfallen lassen. Pannesamt ist also sehr belebend.


Der beliebteste Tag bei allen Kolleginnen, Fasching in der Kindereinrichtung. Es ist sehr lustig aber eben auch enorm anstrengend und man muss sich verkleiden. Ich trage ein Kleid aus grauem Pannesamt, genäht schon vor einigen Jahren. Der Schnitt, ja zu diesem Sack gibt es einen Schnitt, war von Burda. Ich habe ihn aber im Netz nicht gefunden und mal eben schnell finde ich den hier in meinem Kram schon gar nicht. Ein sehr unkompliziertes Nähprojekt und das Kleid dürfte von Größe 38 bis Größe 48 jeder Frau passen.


Ich sehe den grauen Haaren gelassen entgegen, so schlecht sieht das gar nicht aus, nur die
Menge an Haar wird wohl nichts mehr. Ich bin übrigens eine Hexe mit Spinne am Gürtel.
Allerdings eine sehr wohlwollende Hexe, da wir auch Kinder unter drei Jahren in der Einrichtung haben, fällt das anmalen des Gesichts aus. Die Eltern wissen es zu schätzen, wenn die Kinder an Fasching nicht schreiend die Einrichtung verlassen.

Den heutigen nicht sehr ernst gemeinten Beitrag schicke ich noch zum MMM, da gibt es dann auch deutlich vernünftiger angezogene Frauen zu sehen.

Einen schönen Abend noch.
Sylvia

Sonntag, 7. Februar 2016

Summer Shawl Knit Along - 2. Treffen

Es geht weiter und heute werden bei Monika die Entscheidungen zu Material und Anleitung gesammelt.
Meine Inspirationen findet ihr hier. Die Entscheidung war dann sehr leicht, da Antje mir die Anleitung mal fix per Mail geschickt hat, Danke dafür und so wird hier nun der Spearmint Tea Shawl gestrickt.


Für den ersten Versuch muss es eine Wolle aus dem Vorrat tun. Ich habe mich für Cumba von GGH entschieden. Die Wolle besteht aus 42 % Wolle, 28% Alpaca und 30% Polyacryl, mit einer Lauflänge von 150 m auf 50 Gramm, hoffe ich auf ein warmes und leichtes Tuch. Es wird also kein Spearmint Tea Shawl sondern ein Midnightbluepurple Tea Shawl, die Farbe der Wolle ist auf jeden Fall uneindeutig, je nach Licht mal mehr Blau oder Lila.


Die Anleitung ist toll und sehr übersichtlich, einmal durchlesen und schon kann es losgehen, bis 
zum Musterteil muss man dann auch nicht mehr groß in der Anleitung nachschauen. Was mich besonders freut, die Anleitung für das Muster gibt es als typische Reihe für Reihe Anleitung und 
auch noch als Strickschrift. 


Das ist der aktuelle Stand und ich bin wild entschlossen nächste Woche mit dem fertigen Tuch in 
den Urlaub zu fahren. Böse Falle, böse Falle, liebe Monika, das ist mit Sicherheit nicht mein letztes Tuch, da tut sich ein großes und neues Betätigungsfeld für die Stricksucht auf, wie wunderbar.

Die Entscheidungen der Mitstrickerinnen findet ihr hier.

Einen fabelhaften Sonntag für euch.
Sylvia

Mittwoch, 3. Februar 2016

MMM



Nachdem mir glaubhaft und liebevoll versichert wurde, dass hier auch die Beiträge zu später Stunde noch gelesen werden, heute nun in Esme Nummer zwei. So ziemlich sofort nachdem der Maxicardigan fertig war, wusste ich, den brauche ich noch mal in Schwarz und in einer Länge die
mit meinen Überziehjacken kompatibel ist.


Fertig  und in regem Gebrauch ist die Jacke schon eine Weile , nur die Fotos haben mal wieder gedauert. Den Stoff hat Susanne schön beschrieben, ein Strick mit aufgefilzten Wollnoppen, und bei ihr sieht man auch, dass die Stellen zwischen den Noppen recht dünn sind.


Aus diesem Grund habe ich Esme ein Futter verpasst . Ein Reststück aus dem Kaufhaus, weil ich innen auch mal ein Raubtier sein wollte. Der positive Nebeneffekt, meine Tochter findet das Futter so hässlich, dass diese Jacke mal nicht von ihr aus meinem Schrank geklaut wird.
Dem Schnitt ein Futter zu verpassen ist sehr einfach, weil man nur alle Teile noch mal aus Futter zuschneidet und diese dann mit dem Belegstreifen verbindet. Am Saum habe das Futter dann mit
der Hand an den Saum genäht.


Wenn ich nicht arbeiten müsste, hätte ich den ganzen Tag die Hände in den Taschen, die sitzen für mich genau an der richtigen Stelle.


Karin steht schon den ganzen Tag tapfer in ihrem schönen Waxprintkleid auf der Wiese für uns.
Die anderen Frauen findet ihr hier.

Einen ruhigen Abend für euch.
Sylvia